IMPLEMENTIERUNG: 2018
KUNDE: STROYTEKS GROUP
Allegoria Mosca
Moskau, Ostoshenka-Straße 4-6
DIE ENTSTEHUNG DER STADTBEZIRKS
Der zu behandelnde Bezirk liegt im historischen Zentrum Moskaus, wo die Straßen
Preschtschistenka, Ostoshenka und der Platz Pretschistenskie Vorota sich kreuzen.

Städtebauliche Urbarmachung des Bezirks begann von der Seite der Straße Ostoshenka und
setzte sich um die Straße Preschtschistenka herum fort. Das Vorhandensein von Grundstücken
erleichterte die Entstehung der großen Gutshöfe, die in 17-18. Jahrhunderten dominierten.
Charakteristisch für die Gutshöfe war der freie Standort der ausgedehnten Garten und
Steingemächer tief in Hoffen.

In diesem Bezirk liegen 3 Literaturmuseen: Puschkin-Museum, N. L. Tolstoi-Museum und
Turgenev-Museum. Sie befinden sich in Gutshöfe aus dem Anfang des 19 Jahrhunderts.
1739


Bis zum 16 Jahrhundert wurde das offene Gelände außerhalb den Stadtbefestigungen(Felder
und Wiesen beiderseits der Straßen) nicht besiedelt. Nach dem Anschluss der Stadt Smolensk und der Gründung des Novodevechij-Klosters, stellte es keine große Gefahr mehr dar. Der Bezirk wurde zum Bestandteil der Stadt in der zweiten Hälfte des 16 Jahrhunderts. Das Gelände wurde Possad d. h. Siedlung genannt. Von den 17 Jahrhunderten an siedelte sich hier überwiegend der Moskauer Adel.


Die weißen Gemächer gehörten zum Fürsten B. I. Prosorovskij, der waffenfähiges Ordnung leitete. Die Gemächer wurden im Jahr 1685 erbaut, und um diese Zeit – Ende des 17 Jahrhunderts, wurden auch Rote Gemächer gebaut.

1812


Die stadtbaulichen Aktivitäten der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts Anfang des 19
Jahrhunderts übten einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Planierung und der Bebauung des Bezirks. Im Jahr 1816, nach dem Feuer, wurde hier ein Gebäude gebaut, heute ein Chilishcheva-Mietshaus. Im Jahre 1847 ist im Empirestil umgebaut und 1870 erwarb die Formen des Eklektizismus.
1852


Nach dem Brand im Jahre 1812 wurde das Layout-Projekt dieses wichtigen Knotenpunkten an das Stadtbild angepasst. Der Lageplan ist mit neuen roten Linien der Straßen versehen.


In der Zeit nach dem Brand entstand im Großen und Ganzen das bis heute bestehende
Preschtchistenka-Ensemble, für das kleine Häuser kennzeichnet waren, unter denen ältere Gebäude empor ragten, die im charakteristischen Empire-Stil umgebaut waren. Der Platz Pretschistnskie Vorota war von niedrigen Mietshäusern gestaltet.
1937


In den 1970er Jahren wurde die Gebäude auf der Straßenverbindung abgerissen. Alle alten Gemächer waren restauriert, der Platz auf der Straßenverbindung war architektonisch schön gestaltet. Hier nach dem Abriss historische Gebäude, wurde ein Engels-Denkmal errichtet.
GEBÄUDE IM GEBIET
Ostoshenka-Straße 6, Gebäude 1


Das Haus wurde 1816 von Senator Muchanov in einem Gutshaus erbaut, das früher der Familie Rimskij-Korsakow gehörte. Es wurde 1847 im Empire-Stil von dem Architekten V. F. Gromovskij und 1870 in eklektischen Formen nach dem Entwurf von Architekt N. I. Guschtschin umgebaut. Die Fassaden haben die Struktur und Elemente des späten dekorativen Schmucks gut erhalten. Ein besonders Interesse erweckt die Hauptfassade, die die Merkmale der Empire-Komposition enthält.
Ostoshenka-Straße 1/2


Die roten Gemächer sind neben den weißen Gemächer auf der Straße Pretschistenka errichtet, an der höchsten Stelle des Grundstücks, in den 80er Jahren des 17.Jahrhunderts. Bis heute sind die Roten Kammern in der ursprünglichen Form nicht erhalten geblieben. Sie werden in den 20er Jahren des 19 Jahrhunderts erstmals rekonstruiert. 1972 wurde die Idee geäußert, die Roten und die benachbarten Weißen Gemächer als Gebäude von niedrigem Wert abzureißen, der Plan aber wurde nicht umgesetzt.
Prechistenka-Straße 3


Der Bau der Gemächer wurde im Jahre 1685 begonnen und im Jahre 1688 abgeschlossen. Die weißen Gemächer erfüllten die Rolle des Haupthauses des Gutshauses von Fürst Prosorowskij. 1712 bis 1713 wurden die Gemächer umgebaut. In den 1850er Jahren bekommt das Haus einen Anbau, das Äußer des Haus wird umgebaut. Von Ende des 19 bis Anfang des 20 Jahrhunderts befand sich hier ein Wirtshaus, später wurde ein Kino eröffnet. 1972 begann die Restauration, die erst 1995 vollendet war. Infolgedessen wurde dem Haus ein Nebengebäude hinzugefügt.
Ostozhenka-Straße 4


Die Rimskij-Korsakow-Gemächer wurden spätestens in den 40er Jahren des 18 Jahrhunderts errichtet. 1756 erhielten die Gemächer eine U-Form. In den Jahren 1816–1817 baute N. A. Rimskij-Korsakow sie wieder um, weil ein Teil des Gebäudes sich vor der roten Linie der Straße befindet. Dieser Teil wird demontiert. Die Gemächer werden zu einem einstöckigen Herrenhaus umgestaltet, im Empire-Stil im Souterrain mit einem 5-Fenster-Mezzanine aus Stein, dessen Umrisse im modernen Umfang des Gebäudes zu merken sind.
Ostozhenka-Straße 6, Gebäude 3


Wegen vieler Umstände blieb bis vor kurzem das Aussehen der Straße Ostoshenka fast unverändert. Das Fehlen der Einheitlichen Komposition ermöglichte die Bebauung vieler freigelegter Stellen. Das erste Projekt der "neuen Zeit" in der Ostoshenka war das Gebäude des "Opera House", dessen Bau 1994 begann. Das Haus gilt als der erste Neubau in der Straße.
Ostoshenka-Straße 8


Das Festgebäude Mietshaus Nr. 8 aus dem Jahr 1901, prachtvoll dekoriert, war eines der ersten, in dem der elektrische Aufzug war. Das Gebäude stellt ein wertvolles stadtbildliches

Objekt dar. Einst bewohnten das Gebäude Moskauer Akademiemitglieder und Professoren. Architekt O.O. Shishkovsky.




KONZEPT
Historisch gesehen waren moderne Straßen Ostozhenka und Prechistenka zwei Schluchten, die den Tschertoroyj-Bach umrahmten, der hier floss, der in den Moskwa-Fluss einmündete. Der Tschertoryj-Bach fand sich an der Stelle der modernen Sojmonowskij-Passage.

Solche Reliefform bildete eine für die standesgemäße Besiedlung des Ortes. Das von uns entwickelte Gelände wurde zum historischen Knoten- und Wendepunkt.
Die Analyse der Struktur der wichtigsten kulturellen Institutionen Moskaus brachte uns zu dem Schluss, dass unser Gelände in Ihrem geometrischen und semantischen Epizentrum liegt.
Nachdem wir die Geschichte der Entwicklung des Ortes und seinen Kontext analysiert hatten, schlugen wir vor, eine neue Struktur für die Stadt und die Bewohner offen zu machen, und damit einen neuen wichtigen Punkt auf der kulturellen Karte von Moskau zu schaffen.
SCHEMA DES MUSEUMS-KOMPLEXES
Die Architektur des Komplexes wird durch eine Kombination aus der bildlichen Interpretation der alten Moskauer Gemächer und der italienischen Palazzos bestimmt. Ein neuer Wohnhäuserkomplex - ein Stadtpalast, ein Wohnpalast im Herzen der historischen Stadt. Der Platz zwischen den weißen, roten Gemächern und dem neuen Palazzo ist eine Piazzetta - ein kleiner Stadtplatz. Solche Plätze, die in italienischen Städten üblich sind, waren früher typisch für das alte Moskau typisch, gingen aber später leider verloren. Kleine Stadtplätze schufen immer eine Gemütlichkeit, eine lebendige Skala der Umgebung, die Wärme der Stadtatmosphäre, sie waren Anziehungspunkte, ein Ort für Begegnungen und Kommunikationen.
In unserem Projekt geben wir das verlorene Format des kleinen Platzes – Piazzetta – zurück, und erfüllen den Hof zwischen den Gemächern und allen Gebäuden des künftigen Komplexes mit Veranstaltungsinhalt und Infrastruktur für künftige Bewohner.

Nikolay Pereslegin
«Es ist eine sehr schwierige Aufgabe, vielleicht eine der professionell schwierigsten. Die Arbeit in solchem Ort darf nur so besonnen wie bei einer chirurgischen Operation durchgeführt. Außerdem haben unsere Studien gezeigt, dass an diesem Ort eine unendliche Anzahl von historischen Schichten — alte Kammern; ein tektonischer Bruch des Reliefs in diesem Teil der Stadt, die standesgemäße Besiedlungsstruktur historisch beeinflusste; die Spuren der Beteiligung von Aristoteles Fioravanti. Die Reaktion darauf wurde eine architektonische Vorstellung, deren Handlung die Stadt und Ihre Geschichte bildet, und die Bühne — der Hof zwischen den Weißen und Roten Gemächern. Die Fassade des neuen Hauses ist eine Dekoration für diese Vorstellung. Dies wurde zu einem grundlegenden visuellen Gefühl des Projekts.»

Sergey Pereslrgin
«Die Geschichte, die mit diesem Projekt verbunden ist, weist zwei Punkte auf; die am interessantesten Erstens ist es das Gelände, wo das Objekt liegt. Der Platz, der zu einer Art Knotenpunkt wird, der alle Häuser in der Umgebung vereint, ist als eine gemütliche kleine Ecke der Ruhe inmitten einer lärmigen Stadt gedacht. Jede europäische Stadt kombiniert kontrastiverweise die Straßen mit kleinen Plätzen. In diesem Fall wird der Kontrast zwischen der lebhaften Ostozhenka und der Prechistenka mit dem Komfort eines kleinen Platzes die Struktur der Stadt variieren, und der Platz wird die Straßenvereinigung und den ganzen Bezirk beleben.

Zu zweitens wird ein Ereignispotenzial erreicht. Heute gibt es ziemlich wenige neue kulturelle Projekte, und hier werden, praktisch im Herzen von Moskau, ein neues Museum, Bildungs-und Ausstellungsräume eröffnet. Es wird ein Ort sein, wohin man kommen wird, um die Schönheit zu betrachten, Vorlesungen anzuhören und zu kommunizieren — an solchen Orten fehlten in der Stadt immer.

Was das Projekt selbst angeht, haben wir versucht, alle Möglichkeiten dieses Ortes zu entdecken und zu nutzen. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der Fassade gesagt: das ist eine komplexe, unregelmäßige Form des Steins, der die Vorderseite eines großen Raums halten muss.

Die innere Struktur des Komplexes ist einfach und komplex zugleich, systemisch strukturiert. Es ist mehrschichtig in Bezug auf den Hof, Einfahrten und Eingänge. Der enge Innenhof mit dem Garten, Multi-Level-Wohnungen, ein neuer Kunst-Raum auf einem kleinen gemütlichen Platz-alles wie eine Quintessenz des städtischen kulturellen Lebens.»

Georgij Trofimow
«Der Allegoria Mosca-Komplex ist vor allem eine optisch lebendige Lösung.

Die Tatsache, dass das Projekt nicht nur Unterstützung des Kunden fand, sondern auch Arch Council bestanden hat ist ein großartiges Ereignis. Es ist uns gelungen, ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Stadt und den Wünschen des Kunden findenen. Als Ergebnis dieser Entscheidung wird ein neuer öffentlicher Raum im historischen Zentrum erscheinen. Es wird den Platz beleben, der im Moment am Stadtleben praktisch nicht teilnimmt.»
Project team:
Nikolay Pereslegin
Sergey Pereslegin
George Trofimov
Ksenia Vorobyova
Yegor Kyrchanov
Maria Korneeva
Catherine Vostokova
Aliya Mirobdalova
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