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Geschlossener Architektur-Wettbewerb, privater Entwickler
Fläche: 56 000 m2
Druckerei von Sytin
Moskau, Zentraler Bezirk, Pjatnizkajastr., 71/5, 16. 1-4, 5, 6, 8
Die Sytin-Druckerei ist ein Ort, wo die ersten Massenausgaben der großen russischen Schriftsteller und Dichter veröffentlicht wurden: Tolstoij, Gogol, Yesenin, Majakovskij, Blok und andere. Viele verschiedene Künstler des silbernen Zeitalters besuchten diesen Ort: Rakhmaninov, Diaghilev, Strawinskij, Vertinskij, Utjosov, Benoit, Bilibin, Burliuk, Vrubel, Kandinskij und andere.

Im Laufe der Arbeit an dem Projekt wurde entschlossen, die Erinnerung an diesem wichtigen und symbolischen für Moskau und Russland Ort zu bewahren und zu entwickeln. Fünf Gebäude des Komplexes sind nach den hervorragenden und bedeutendsten Schriftstellern benannt, die hier veröffentlicht wurden: Tolstoj, Gogol, Jesenin, Majakovskij, Blok. Zu jedem Gebäude gehört ein eigenes Gedicht oder ein Auszug aus dem Roman, sowie eine musikalische Komposition, zu jeder Wohnung - eine einzelne Zeile, die dem zukünftigen Bewohner zusammen mit den Schlüsseln vom neuen Haus gereicht wird. Das Projekt vermutet die Schaffung der konzeptuellen öffentlichen Räume: das Museum der typographischen Arbeit namens Sytin, in dem Show-room vom ganzen Komplex, der Ausstellungsraum, das Kinderzentrum, die Sytin-Bibliothek, das Café, die große Freilichtfilmleinwand im Hof, viel Grün für die Spaziergänge und der Teich Platz für sich finden.
Kontext
Ort:
Das zu projektierende Grundstück befindet sich im Zentralbezirk von Moskau Samoskvorechye. Samoskvorechye ist sehr patriarchalisch, hier lebten viele Kaufleute, das ist einer der am meisten aufbewahrten historischen Bezirke von Moskau. Mit Samoskvorechye ist die ganze Welt der russischen Literatur der XIX-XX Jahrhunderte verbunden: eine ruhige und gemessene Lebensweise im Vergleichmit der gegenüberliegenden Ufer des Moskauer Flusses, zog Dichter und Schriftsteller an. Hier lebten und arbeiteten solche Autoren wie Leo Tolstoy, Alexander Ostrovsky, Alexander Radishchev, Sergei Yesenin, Marina Tsvetayeva. Literatur ist das Gold der russischen Kultur.
Genesis des Bezirks
1739
In den XIV.-XVI. Jahrhunderten gab es auf dem Ort der modernen Valovaja Straße Wiesen, wo man am Anfang des XVII. Jahrhunderts die Kühe der Königin-Nonne Martha, der Mutter des Zaren Michail Fedorowitsch, gewieden wurden. Am Ende des XVI. Jahrhunderts wurde diese Gegend durch die erdige Wand mit einem Graben geschnitten.
1852
In die Zeiten des Zaren Peters siedelten sich hier die Arbeiter des Kadashevskij Münzamtes, woran uns heute moderne Münzgassen (Monetchikowskije) erinnern. Man hat hier nicht lange Münzen geprägt, ab 1701 bis 1736. Die erdige Wand wurde in den Jahren 1816-1820 abgerissen.
1953
In 1887 erwirbt Iwan Dmitrijewitsch Sytin den umfangreichen Besitz (№ 71–73) auf Pjatnizkaja Straße, und in 1903 errichtet Architekt A.E.Erichson in Zusammenarbeit mit Ingenieur W.G.Schuchow für Sytin das Gebäude der Druckerei
Geist des Ortes
Historische Objekte
Konzeption
DIE SYTIN-TYPOGRAFIE. KONZEPTION.

Die Druckerei von Sytin ist der Ort, wo die ersten Massenausgaben der großen russischen Schriftsteller und Dichter veröffentlicht wurden: Tolstoi, Gogol, Yesenin, Majakovsky, Blok und andere.

Viele große Namen der Russischen Kultur am Ende des XIX. – Anfang XX. Jahrhunderts sind in grossem Masse dank Sytin reich und berühmt geworden.

Verschiedene Persönlichkeiten der Kunst des Silbernen Zeitalters haben diesen Ort besucht: die Musiker

Rachmaninow, Diaghilew, Strawinsky, Wertinski, Utjosow; Künstler Benois, Bilibin, Burljuk, Wrubel, Kandinskij und viele andere.

In den Zeiten des Zaren Peters hat hier Münzamt Münzen gedruckt, woran uns heute moderne Münzgassen (russisch Monetchikowskije) erinnern.

In unserem Projekt haben wir beschlossen, das Gedächtnis dieses für Moskau und Russland unikalen und symbolischen Ortes zu bewahren und zu entwickeln.
DIE SYTIN -DRUCKEREI. DIE KONZEPTION FÜR TOLSTOJ.

Die Sytin-Druckerei ist ein Epizentrum, Stelle von bedeutendsten Substationskreuzungen und der Sphären, die die unbedingten Brands des Russlands in der ganzen Welt geworden sind. Diese Stelle ist die Vereinigung 'Welt der Kunst" in seiner physischen Verkörperung, die Vermischung von alles, die blühende Komplexität der russischen Kultur.

Das ist die Kreuzung von Literatur, Poesie, Malerei und Musik.

Wir haben beschlossen, fünf Gebäude des Komplexes zu strukturieren und haben sie nach Namen der bedeutendsten Schriftsteller, die hier veröffentlicht wurden, genannt: Tolstoy, Gogol, Yesenin, Majakovsky, Blok.

Zu jedem Gebäude gehört das einzelne Gedicht oder ein Auszug aus dem Gedicht, und dazu auch ein Musikstück, zu jeder Wohnung - eine einzelne Zeile, die der zukünftige Einwohner zusammen mit seinen Schlüsseln bekommt.

Ein Gedicht des Gebäudes und eine Zeile der Wohnung bilden zusammen ein Passwort für den Concierge.

Wir haben einige individuelle Räume ausgewählt — das sind Appartements und Penthäuser, die im Einklang mit den literarischen Helden-Prototypen stehen. Das sind Penthaus Pierre im Tolstoj-Gebäude, Apartamente "12" im neuen Bau, ein Restaurant "Revisor" im Gogol-Gebäude.

Die öffentlichen Räume des Komplexes tragen Bedeutung in umfassenden sozialen Maßstab: Museum der typografischen Werke von Sytin, in dem sich ein Showroom, Ausstellungsraum, ein Kinderzentrum, eine Sytin-Bibliothek, ein Cafe, eine große Leinwand unter freiem Himmel im Hof, viel Grün für Spaziergänge, ein Teich befinden werden.

Wir haben alle Arten von Kunst auf die Architektur projeziert und sie durch den historischen Kode des Ortes neu definiert, nachdem haben wir eine neue eigenständige Marke und Legende geschaffen.

* «Die Welt der Kunst» (1898—1924) - die künstlerische Vereinigung, die von S.P.Djagilew und vom Maler A.N.Benua Ende die 1890 Jahre gegründet wurde, zu der die führenden Persönlichkeiten der Kunst des Silbernen Jahrhunderts gehört haben. Unter dem selben Namen wurde die Zeitschrift ab 1898 von den Mitgliedern der Gruppe herausgegeben

** "die Blühende Komplexität" ist ein Begriff, der von Philosophen K.N.Leontjew eingeführt wurde. Das Ideal der "Blühenden Komplexität " wurde als Gegenteil zu den Vorstellungen über den linealen Fortschritt gedacht, der mit der Allmacht der menschlichen Vernunft gewährleistet ist. Der höchste Punkt in beliebiger Entwicklung, auch in der Kunst.
DIE KONZEPTION FÜR TOLSTOJ MIT DEM ORCHESTER
Das erste Gebäude ist das wichtigste Gebäude des gesamten Ensembles. Das Hauptgebäude der Sytin-Druckerei. Nach Ihrem Maßstab, Proportionen, beeindruckenden Details ist es vergleichbar mit einer einfachen und gleichzeitig groben Grösse des in der ganzen Welt bekannten russischen Schriftstellers Leo Tolstoj.

Seine Details sind grob, gelegentlich reißerische, aber zusammen schaffen Sie das Bild eines riesigen Dampfers, das gleich selbst dem Leo Tolstoj in einer einfachen Männerhemd, schwimmt durch Pjatnizkaja Straße.

Die oberen Stockwerke des ersten Gebäudes sind die geräumigen Penthäuser, die grössten in dem ganzen Viertel. Die Ecke von Pjantnitskaja Straße und der 2. Мonetchikovskij Gasse ist ein symbolischer Ort des ganzen Komplexes, der Punkt mit dem besten Blick Richtung Kreml. An dieser Ecke baut man die wichtigste Tolstoj-Wohnung – das Goldene Penthaus «Pierre».

Das zweite Gebäude wurde in die sowjetischen Zeiten gebaut. Der breite Schritt von Säulen, große Fenster, hohe Überdeckung. Der Schwung der neuen Ära. Majakowski.

Heutzutage wird dieses Gebäude aus einem einzigen Quader auf die Menge von kleinen Kuben gebrochen. Die Obere Ebene stellt neue Penthäuser mit vertieften Terrassen und vorspringenden würfelartigen Wohn-Mengen dar. Dank der komplexen Form wird übermäßige Tiefe von Wohnhäusern gemildert, besondere Privatsphäre von Terrassen, die nicht die Nachbarn sehen können, wird geschaffen.

Das dritte Gebäude wurde weniger als die anderen geändert. Es sieht direkt auf den Gartenring, und verteidigt das ganze Viertel vom Lärm. Die Fassade vom Dachboden steigt Richtung des Innenhofes, bildet auf der oberen Etage Lichtfront. Dieses Gebäude ist vorsichtig, zart, elegant konservativ. Es ist Jessenin.

Das vierte Gebäude ist Gogol. Das ist das Herz des Viertels. Es zieht das ganze Berufsleben an. Kleine Geschäfte, Cafes, Restaurants mit Blick auf die öffentliche Straße. Ruhiges fröhliches Leben, so wie in den Werken von Gogol beschrieben ist.

Über komplexem, geprägtem Mauerwerk, auf einem kleinen Absatz, der eine Terrasse bildet, wird ein einfaches rechteckiges Volumen von neuen Wohnungen erbaut. Die scheinbare Einfachheit der Form wird von der Komplexität der Faktura des Materials ausgerichtet. Die Wand besteht aus großen Felsbrocken und ist im Kontrast mit der glatten Oberfläche des Steins von horizontalen Überdeckungen. Felsen schimmern durch externe Schicht der Fassade, und imitieren die naturelle Oberfläche der südlichen bäuerlichen Häuschen. Der Kontrast der lebhaften Fassadenoberfläche und der strengen vertikalen hohen Fenster unterstreicht die Vornehmheit des Baus.

Das neue Gebäude des Viertels. Das ist seine Fortsetzung, und ein völlig neues, anderes Zitat. An der Ecke der Zweiten und Dritten Monetchikovskij Gassen, bildet es seine logische Schlussfolgerung. Das Gebäude besteht aus großen Steinen - «Blöcken». Die Größe dieser Blöcke verringert sich nach oben, somit befreit sich mehr Platz für Balkone und Fenster. Große Blöcken aus dunkel-grauem Stein sind aufeinander, mit einer kleinen vertikalen Verschiebung gestellt. Zusammen bilden sie ein einheitliche tektonisch verbundene Struktur. Eine Art von Stein-Schale.

Wie ein einzelnes Werk, das aus im richtigen Rhythmus gestellten Zeilen und Strophen besteht. Es ist "Zwölf" von Block. Wie Höhepunkt der Poesie des Silbernen Jahrhunderts. Um jeden Block in Verbindung mit anderem zu betonen und sie optisch zu verknüpfen, verläuft durch sie eine dünne streng vertikale Messingstreifen. Kontrast von dem porösen, nicht polierten dunkelgrauen Stein mit glänzenden Messingeinsatz schafft ein Gefühl des Meister-Fassade, unterstreicht seine Elitismus, die Einzigartigkeit und Eleganz. Als exquisite Schmetterling auf einem perfekten Mantel, wie Alexander Blok mochte.
Действующие лица
Стихи и музыка
Двор. «Русские сезоны Дягилева»
«Die Russischen Saisons von Djagilev»

Sergei Pawlowitsch Djagilev ist eine der wichtigsten Figuren der Russischen Kultur am Ende des XIX – Anfang des XX Jahrhunderte. Er hat Zeitschrift «Welt der Kunst» , die in Sytin- Typografie herasgegeben worden ist, gegründet. Diese Zeitschrift ist zu einem der größten Phänomene des künstlerischen Lebens in Russland dieser Zeitgeworden geworden.

Sein größtes Talent war die Begabungen in anderen Leuten zu erkennen und zu schätzen.

Er beginnt Ausstellungen in Paris, — eine nach der anderen zu veranstalten , solcherweise hat er in Europa russische Kunst gezeigt, von dem man nichts gehalten hat. Die Welt hat über Bakst, Benois, Serow, Repin, u.a. erfahren.

Dann bringt er nach Paris Serie aus fünf Konzerten der Russischen Musik - von Glinka bis Skrjabin. Er ist von dem Triumph begleitet worden.

Djaghilev hat beschlossen, Europa die russische Oper zu zeigen. Die Inszenierung von Boris Godunow mit glänzenden Schaljapin in der Titelrolle hat in der Hauptstadt von Frankreich beeindruckenden Erfolg gehabt.

Diaghilev ist unbestrittene europäische Autorität im Bereich der Kunst geworden, dabei in allen seinen Arten.

Weltruhm haben ihm die berühmten Russischen Saisons gebracht — so gesagt, Schau von Bestem, was in dem russischen Ballett, Musik usw. gegeben hat.

Vor allem dank Djagilev ist nach Europa Mode für alles Russische gekommen. So die englischen Tänzerinnen Else Marx und Hilda Menings haben die Pseudonymen Alicia Markova und Lydia Sokolova genommen.

Der Prototyp unseres Hofes sind sie — die russischen Saisons von Djagilev. Hier sind alle vier Jahreszeiten und Nebensaison vorgestellt, sie wechseln sich ununterbrochen.

JEDE SAISON IST DIE QUINTESSENZ VON RUSSLAND IN BESTIMMTER JAHRESZEIT, DAS IST RUSSISCHER GEIST, ER GIBT AUCH BLICK AUF UNSER LAND DURCH DAS PRISMA DER EUROPÄISCHEN WAHRNEHMUNG.
Struktur des Hofes
Der Hof mit der geschlossenen und vertrauten Ecke des Jesenin — Herbstes (1), hier kann man sich zurückziehen und nachdenken, ein bisschen träumen, in der Schaukel sitzend und auf vergilbene Birken starrend. Pflasterung bildet einen kleinen Birkenwald, zwischen den Bäumen befinden sich verschiedene Bänke und Schaukeln - alles für den erholsamen Urlaub mit einem Buch der Gedichte.

Herbst mit Winter verbindet Allee «Erster Ball von Natalie Rostov» (2) ,als ob sie das aus dem Garten der Herren Bolkonski oder Besuchov käme.

Winter vereinigt Hof (3), es ist das Zentrum sowohl von dem Tag- als auch dem Nachtleben.

Am Tag ist es der lärmigste Platz neben dem Teich, ein Interessanter Spielraum mit dem Schiff und dem Leuchtturm,die durch die Brücke miteinander verbunden sind. Am späten Nachmittag spielen hier andere Farben - bunte «Winteraktivitäten» ändern sich mit den silbernen Dämmerungen, da kommt Silbernes Jahrhundert. Das ist die Art der Installation: der Teich mit der Beschichtung aus silbernem Mosaikglas beginnt zu leuchten und die Beleuchtung an seinem Rand fügt Geheimnis und Unbestimmtheit dazu. Es ist ein Märchen, Romantik und Traum. «Nacht vor Weihnachten» von Nikolai Gogol.

Das Epizentrum dieses Teils des Hofes ist ein Leuchtturm, der als Strassenpergola dient, und das Schiff, der tagsüber Spielraum ist, wird zum Segelboot aus scharlachroten Segeln von Alexandr Grin. Seine feine weiße Mast und rote Segeln zeichnen sich auf der dunklen Fassade des Tolstoj-Gebäudes.

Lassen wir den russischen Winter und tauchen wir kopfüber in den Frühling. Der luftige Ort des Hofes ist von über die Hügel hochfliegenden Wolken gebildet, unter denen im Gestrupp des hohen Federgrases in alle Richtungen Kinder sdchaukeln.

Grüne Hügel mit Schaukel unter «Wolken in der Hose». Es ist Majakovski square (4), der Ort der erwachten Heiterkeit und der jugendlichen Leichtigkeit.

Sofort nach dem Frühling kommt die laute heiße Zeit des Russischen Sommers (5). Es ist ein Ort für Geselligkeit, Gespräche bis zum Morgengrauen am Lagerfeuer, hier kann man alles tun, was in anderen Jahreszeiten nicht möglich ist: Filme unter freiem Himmel schauen, Geschichten hören, sitzend auf einem hölzernen Amphitheater, laute Spiele zu veranstalten.

Durch Lautsprecher übertragt man «Feuervogel» von Strawinski und das GeEmälde von Roerich aus der Asiatischen Serie an der ganzen Zauneswand vertieft das Gefühl des Sommer-Urlaubs.

RUSSISCHE SAISONS VON DJAGILEV IM HOF DER SYTIN-DRUCKEREI SPIELEN MIT IHRER GANZEN SCHÖNHEIT GANZJÄHRIG UND RUND UM DIE UHR, EINS NACH DEM ANDEREN, UND GESETZT, SO WIE LEISE ALS AUCH FESTLICHE FORMATE, ABHÄNGIG VON DER STIMMUNG DER BEWOHNER UND DES FORMATS DES INNEREN LEBENS DES KOMPLEXES.